Astra kündigt 1Q an - Spot Beam
dieser Beitrag wurde am 18.11.2021 von Admin gestartet
Der polnische Sat-Kurier berichtet über die neue Satellitengeneration, die SES auf 19,2°E etablieren möchte.
Zitat:
während Astra 1Q zusätzlich gerichtete Strahlen (sog. Spot Beam) bereitstellen wird. Letzteres gibt Anlass zu großer Sorge, da Rundfunkveranstalter die Reichweite ihrer Sendungen auf ein oder mehrere Länder beschränken können. Die Satelliten Astra 2E/2F/2G (28,2° E) und Eutelsat 9B (9° E) sind mit ähnlichen Richtstrahlen ausgestattet . Bei 19,2°E können sich Kunden aus Deutschland ( ProSiebenSat.1 , RTL Deutschland und andere FTA-Sender, Sky DE , HD+ ), Frankreich ( Canal+ / TNT Sat ) oder Spanien ( Movistar Plus+ ) für das Neue entscheiden
Astra 1P und 1Q
Ich vermute, sobald der 1Q aktiv ist, wird man die spanischen Programme auf die gleichen Frequenzen wie die deutschen Programme setzen.
Nachts werden dann die spanischen Zwangsreceiver remote umprogrammiert.
Sinn von Spot Beams ist ja nicht nur die Abschottung von Märkten, sondern auch, die gleichen Frequenzen mehrfach zu vermarkten.
Das wäre es dann mit Deutschem Fernsehen auf Mallorca gewesen.
Proteste? Was denn? Traktorkonvois in Usingen? Klebeaktionen in Betzdorf?
Auf Deutsches Fernsehen auf Mallorca hat niemand einen Rechtsanspruch.
Damit jeder weiß, was 2026 auf die Sat-Haushalte zukommt, wenn der neue Satellit Astra 1Q via 19,2°E sendet, erlaube ich mir mal, die Aussage eines Insiders, welche im DF-Forum gepostet wurde, hier reinzustellen:
Zitat:
Der ASTRA 1Q und btw HB 13F sind komplett SW basierte Satelliten, es ist alles komplett einstellbar!!!
Uplink zum Satellit. Jammen aus Schurkenstaaten ist damit nicht mehr möglich, da man die Uplink Location auf 5okm genau eingrenzen kann.
Downlink: Der footprint im Downlink kann ebensfalls auf 5okm fläche eingegrenzt werden, d.h. man könnte einen footprint nur für München machen, klingt verrückt ist aber so. Ebenso kann jede Downlinkbandbreite eingestellt werde, die durch 1,75 teilbar ist. Es können Polarisation, Symbolrate, FEC, Modulation kann nach belieben eingestellt werden. Das krasseste Feature ist der dymanische Footprint, d.h. man könnte z.B. bei Sportevents den Europe Beam auf einen Deutschlandbeam schalten, seemless.
Uplink zum Satellit. Jammen aus Schurkenstaaten ist damit nicht mehr möglich, da man die Uplink Location auf 5okm genau eingrenzen kann.
Downlink: Der footprint im Downlink kann ebensfalls auf 5okm fläche eingegrenzt werden, d.h. man könnte einen footprint nur für München machen, klingt verrückt ist aber so. Ebenso kann jede Downlinkbandbreite eingestellt werde, die durch 1,75 teilbar ist. Es können Polarisation, Symbolrate, FEC, Modulation kann nach belieben eingestellt werden. Das krasseste Feature ist der dymanische Footprint, d.h. man könnte z.B. bei Sportevents den Europe Beam auf einen Deutschlandbeam schalten, seemless.
Man muss sich die Worte auf der Zunge zergehen lassen: Den Downlink des Footprint auf 50 km Fläche eingrenzen! Der absolute Wahnsinn.
Es stimmt dann also wirklich, dass die Österreicher via Sat-Spiegel keine deutschen Sender mehr empfangen können, die nur via Deutschlandbeam abstrahlen.
Heißt im Umkehrschluss, dass beispielsweise der NDR - falls gewünscht - nur noch im Norden Deutschlands empfangen werden kann.
Ich kann so etwas nicht begrüßen. Dies hat mit freiem Sat-Empfang nichts mehr zu tun.
Quelle:
Spotbeam des 1Q
lasst euch mal nicht verarschen, 50km Footprint-Grenze sind doch rein technisch gar nicht möglich. Nicht glaubhaft, aber zumindest denkbar, dass die Sendeleistung aktiv an die Wetterbedingungen angepasst wird und sich auch 2-3mal de Stunde ändern könnte je nach dem ob klarer Himmel oder dicke Wolken, aber ansonsten wird der Empfang des neuen Astras sicherlich auch in Zukunft mit Campinganlagen von 30cm Spiegeln möglich sein, sowie natürlich per se mit ~120cm = da wird es Unterschiede geben im Bereich der Ausleuchtzone, da hilft auch die neueste Satellitentechnk nicht weiter. Die Programmanbieter wollen sicherlich eine Eingrenzung auf das offizielle Sendegebiet, aber man will sicherlich keine unzufriedenen Zuschauer bei denen es 5x die Stunde pixelt
50km Footprint-Grenze sind doch rein technisch gar nicht möglich
Ähm, noch nie was von voll softwaredefinierten Satelliten gehört mit volldigitaler Nutzlast, wo vom Boden Spotbeam, Transponderleistung und TP-Bandbreite variabel steuerbar sind. Da sind leider sehr wohl 50 km Footprint-Grenzen möglich.
Wie scharf werden die Spotbeamränder sein?Zitat:
Das hat jemand im Auditorium gefragt, SEHR SCHARF. Wenn ich es richtig verstanden habe, ab der Footpirnt Grenze nach aussen 7okm minimal Restsignal, 100km Null Signal, so in etwa. Ob das der Realtität entspricht, muss dann sehen. Speziell den Overspill hat man optimiert.
Das Ganze nennt sich Geofencing und gibt den Sat-Betreibern ganz neue Möglichkeiten. Der User, von dem der obige Beitrag stammt, ist Beteiber der Kabelio-Plattform auf HotBird und alleine schon wegen seiner beruflichen Tätigkeit mit solchen technischen Feinheiten vertraut. Anbei mal ein Link, in dem ein SES-Manager ganz offiziell die neuen Möglichkeiten des 1Q Spotbeams beschreibt.Zitat:
Going into detail as to the real-world benefits 1Q will bring, he says: The satellite allows us to change parameters in three dimensions; footprint, so the area which we cover on uplink, but also on the downlink side; it is the power levels that we can adapt; but it is also the bandwidth, so the transponders. Those three dimensions can be flexibly changed since it is a fully digital payload. The beauty of that is that we can offer our customers beams which are really tailored to their needs. If they need a patchwork of different regions, different countries that can be generated; if they need a restricted uplink beam, so we need to ensure that those capacities can only be reached from the ground from the particular location of our customers, we can produce that as well. So we increase reliability, we increase resiliency for transmissions.”
New business cases
This ability to create regional beams could be beneficial to the sports sector, as he explains: “For instance, we could create regional beams all over Germany, replicating the Bundesliga in Germany, and then distribute content specifically to those regions. Geofencing is also very important in terms of buying content rights. These days, customers have to go out there, they transmit pan-European via satellite. If they only need that content to be available for their customer base, which is, for example, in France, then, for that event, for that short period, we could restrict the coverage just to that area. This allows them to be more flexible in negotiating content rights for European territories. It also enables new business cases, it enables customers to be more flexible and agile.”
New business cases
This ability to create regional beams could be beneficial to the sports sector, as he explains: “For instance, we could create regional beams all over Germany, replicating the Bundesliga in Germany, and then distribute content specifically to those regions. Geofencing is also very important in terms of buying content rights. These days, customers have to go out there, they transmit pan-European via satellite. If they only need that content to be available for their customer base, which is, for example, in France, then, for that event, for that short period, we could restrict the coverage just to that area. This allows them to be more flexible in negotiating content rights for European territories. It also enables new business cases, it enables customers to be more flexible and agile.”
SES: Möglichkeiten des 1Q
Da muss man sich überraschen lassen. Aber Salzburg + Bregenz (A) und Basel (CH) können die definitiv nicht ausgrenzen, da viel zu nah an Bayern und B-W dran. Also können unsere Nachbarn dort das dt. TV 'auffangen', zumal es ja auch noch via DVB-T2 ginge.

Sports Active
[Gast]Ja da bin ich mal gespannt was da kommt.
Im grunde bin ich gegen Digitale Grenzen, auf der andeeren seite machen die meisten Länder es so oder so machen.
Engalnd macht es so, Kabel Deutschland machte es so als sie noch über Sat Sendeten.
Und England ist so Drauf das sie zum Beispiel Discovery Turbo im UK Beam haben und die +1 Version im EU Beam...
Die Frage ist, ob Spotbeams in der Miete teurer oder billiger als "normale" Beams sind.
Das hängt von der Bepreisung ab:
Ob man nach Versorgungsfläche oder nach Genauigkeit des Zuschnitts bepreist.
Wir haben (Stand Ende 2025) folgende (deutsche) Sendergruppen auf 19.2°E:
018 HD clear. ÖR TV
071 Hörfunk ÖR
036 SD clear. HD+
015 Hörfunk privat
010 HD clear. Shop
009 HD clear. Lokal
008 SD clear. Shop
003 HD clear. Bibel Hope DF1
036 HD crypt HD+
130 HD crypt Sky
036 SD crypt Sky
Nun meine Fragen nach Eurer persönlichen Einschätzung:
1. Welches der beiden o.g. Preismodelle haltet Ihr für wahrscheinlicher?
2. Sind Spotbeams für crypt. Programme überhaupt relevant?
3. Sortierung der Sendergruppen in absteigender Wahrscheinlichkeit für den Verbleib auf breiten Beams.
4. In Kürze: Was davon wird für Mallorca übrig bleiben?
Wegen der geplanten Spotbeams auf 19,2°E muss man sich vorerst einmal keine Sorgen machen.
SES hat gestern bekanntgegeben, dass der Start des 1Q Satelliten von 2026 auf 2027 verschoben wurde.
Seite 23 der pdf-Datei
Für Spotbeams bedarf es aber keines neuen Satelliten, Astra 28,2°E macht es schon sehr lange so.
Spotbeam und Spotbeam ist nicht das gleiche. Der UK-Spotbeam hat einen Oberspill bis NRW.
Die geplanten Spotbeams auf 1Q hingegen werden nicht oval sein, sondern auf 50km genau den Umriß des Zielgebietes nachbilden. Siehe dazu Beiträge #50 und #52.
Anbei ein Artikel, der spekuliert, dass der neue Satellit Astra 1Q gar nicht mehr auf 19,2°Ost eingesetzt wird, sondern, falls er 2027 wirklich startet, seinen Dienst auf 28,2°E versieht.
Vielleicht will SES auf 19,2°E mit 1P und 1N alleine auskommen. 1N ist 2011 gestartet und dürfte bis 2030 locker durchhalten.
Sollte es so kommen, wird es keine scharfen Spotbeams auf der Astra 1 Position geben, aber niemand in Deutschland wird nach dem Einsatz des 1Q auf der Astra 2 Position eine Chance haben, mit seiner Sat-Antenne auf dem UK-Beam irgendetwas zu empfangen. Ich würde damit leben können.
Zitat:
Andere Position für Astra 1Q?
Wann und wie Astra 1Q tatsächlich kommen wird, steht in den Sternen. Derzeit sieht es jedenfalls kaum danach aus, dass er auf 19,2 Grad Ost eine Rolle spielen wird. Gut vorstellbar, dass uns Astra 1Q unter anderem Namen ab 2028 auf der britischen Astra-Position begegnen könnte. Weil bis dahin werden die dort aktiven Satelliten Astra 2E, 2F und 2G auch 14 bis 16 Jahre alt sein und sich dem Ende ihrer Einsatzdauer nähern.
Wann und wie Astra 1Q tatsächlich kommen wird, steht in den Sternen. Derzeit sieht es jedenfalls kaum danach aus, dass er auf 19,2 Grad Ost eine Rolle spielen wird. Gut vorstellbar, dass uns Astra 1Q unter anderem Namen ab 2028 auf der britischen Astra-Position begegnen könnte. Weil bis dahin werden die dort aktiven Satelliten Astra 2E, 2F und 2G auch 14 bis 16 Jahre alt sein und sich dem Ende ihrer Einsatzdauer nähern.
1Q für 28,2°Ost?






