27.9 - Nasa Einschlag auf Asteroiden Dimorphos
dieser Beitrag wurde am 23.09.2022 von Admin gestartet
Die Nasa führt einen Test durch, indem ein Objekt in einen Asteroiden gesteuert wird.
Es soll untersucht werden, ob es möglich ist, das Objekt aus der Flugbahn zu bewegen.
Der Einschlag wird um 01:14 deutscher Zeit erwartet.
mehr Infos hier
Es soll untersucht werden, ob es möglich ist, das Objekt aus der Flugbahn zu bewegen.
Der Einschlag wird um 01:14 deutscher Zeit erwartet.
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Falls es nicht im TV übertragen werden sollte, kann man es live per Internet sehen
Ich freue mich schon auf die vielen tollen Bilder, die JWST, Hubble, LICIACube, VLT und unser aller Freund und Astrofotograf USB von dem Impakt in rund 11,8 Millionen km Erd-Entfernung schießen werden.
Und ich weiß auch schon, wer die Foto-Party gewinnt. Es ist nicht USB, es ist LICIACube, die Italienische Sonde knippst aus nur 200 km Impakt-Entfernung und schaut drei Minuten später aus 55 km Impakt-Entfernung noch mal genauer hin.
Wie schätzt ihr die Wahrscheinlichkeit ein, das der Test erfolgreich ist ?
Im Prinzip funktioniert es wie beim Billard, nur das hier die zu bewegende Kugel nicht "still" steht, sondern sich selbst bewegt. Das einfachste wäre wohl ein seitlicher Einschlag, also im rechten Winkel zur Flugbahn des Asteroiden.
Natürlich hängt es auch von der Größe des Asteroiden ab, und von der Einschlagenergie des Objekts. Aber ich denke es ist möglich, ist halt die Frage, welche Zielvorgabe erreicht werden muss, um z.b. einen "virtuellen" Einschlag auf der Erde zu verhindern.
Aber interessant ist das ganze schon
in rund 4h 45 Minuten ist es soweit
Wenn kein Stau/Aquaplaning unterwegs ist, dann wird es um 01:15:45 Uhr MESZ zum Aufprall kommen. Alle Hobbyfotografen sollten daran denken, dass die Signallaufzeit bis zur Erde reichlich 37 Sekunden beträgt und wenn man vor lauter Aufregung eine Sekunde zu früh auf den Auslöser drückt, dann ist Dart noch 6,6 km von Dimorphos entfernt. (Datenstand vom Juli)
in welche Richtung müsste man eigentlich schauen
Glaube aber nicht, das man es von der Erde mit dem Auge überhaupt sieht.
In Canberra musst du Richtung Westsüdwest gucken, knapp 20 Grad überm Horizont, da scheint aber die Sonne.
NASA-DSN
Von der Erde aus sehen nur die großen Teleskope einen kleinen Lichtpunkt von dem großen Asteroiden. Eventuell das VLT der ESO wird ein bisschen mehr sehen, das weiß vorher niemand so genau, dort ist ja noch Dämmerung.
Auf Nasa TV kann man es sehen

die Sonde filmt wie sie auf den Asteroiden zu fliegt
letztes Bild vor dem Einschlag
Ah endlich, hab schon auf die Auswertung gewartet
Zitat:
Die Zeit für eine Umkreisung habe vor dem Auftreffen der „Dart“-Sonde bei 11:55 Stunden gelegen - nun hingegen wurde eine Zeit von 11:23 Stunden gemessen. Als Minimalziel war zuvor eine Veränderung von 73 Sekunden ausgegeben worden.
Also die Abweichung war rund 32 Minuten, also rund 25 mal größer wie die erhofften 73 Sekunden.
Wenn die Umrandung der Erde nun schneller geht, müsste dann nicht die Flugbahn eigentlich näher zur Erde sein als Vorher ?

Satgucker
[Gast]Du bist ja genau so verpeilt wie ein anderer User, der gern in den Himmel schaut.
Es wurde der Mond/Begleiter Dimorphos des Asteroiden Didymos "abgelenkt". Dimorphos, der ist natürlich auch ein Asteroid, also es ist ein Doppelasteroiden-System, umkreist jetzt Didymos auf einer etwas engeren Umlaufbahn und muss deshalb eine kürzere Umlaufzeit haben als vorher (wegen Gleichgewicht der Kräfte).
Es gab kein Minimalziel. Es gab eine Schätzung, die die NASA generell etwas sehr konservativ macht. Eigentlich war es mehr ein Raten, denn man kennt ja gar nicht genau die Masse und vor allem die Konsistenz des gerammten Dimorphos und man wusste ja gar nicht genau, wie mittig man ihn treffen wird.
Die Umlaufbahn-Änderung dieses Doppelsystems um die Sonne (ein Umlauf dauert über zwei Jahre) dürfte äußerst gering sein, vielleicht kann man das gar nicht messen, weil es zu minimal ist, was ja auch gut so ist, oder willst du die beiden Dinger am Horizont einschlagen sehen? Dann nichts wie weg!
Der dpa-Artikel ist absolut stümperhaft, der Übersetzer war überfordert. Eine Änderung der Bewegungsrichtung findet bei Kreis/Elipsenbewegungen permanent statt, mit und ohne Impakt. Auch die Erde ändert permanent ihre Bewegungsrichtung und wenn du im Kreisverkehr mit quietschenden Reifen Runden drehst, änderst du permanent deine Richtung.
Ok, so stand das nicht im Artikel, nach deiner Erklärung hat die Sonde den einen näher an den anderen gedrückt, um den er kreist. Durch den geringeren Abstand hat sich die Zeit für eine volle Umdrehung reduziert.
So macht das ganze auch mehr Sinn.

Satgucker
[Gast]die Sonde den einen näher an den anderen gedrückt
Du stellst dir das bestimmt total falsch vor. Die Sonde hat Dimorphos nicht von der Seite getroffen, dass der dadurch einfach ein Stückchen näher an Dimydos ranrückt. Das ist technisch gar nicht möglich, Relativgeschwindigkeit über 6 km/Sekunde! Da triffst du nie. Bei einer Ungenauigkeit/Abweichung von einer Zehntelsekunde sind das 600 Meter zurückgelegter Weg. Die Sonde hat sich "in den Weg gestellt", Dimorphos ist fast frontal auf die Sonde geprallt bzw. umgekehrt. Und das war schwierig genug, denn die Sonde musste ihre Position bzw. notwendige Flugbahn nur anhand der Livebilder berechnen und dann die Steuerdüsen mit Millisekunden-Brenndauer entsprechend zünden (bis zwei Minuten vor dem Aufprall, man wollte die letzten Bilder unverwackelt haben). Und immer daran denken, jede Lagekorrektur erfordert zwei Zündungen. Die erste Zündung einer Düse startet die Lagekorrektur und die zweite Zündung mit einer anderen Düse stoppt die Lagekorrektur.
du meinst also, die Sonde hat die "Kreisbewegung" kurzzeitig verlangsamt, weil sie kurz ein Hindernis war ?







