Lebensdauer Satelliten
dieser Beitrag wurde am 10.06.2023 von Toto82 gestartet
Jetzt bei der Umstellung der Hotbird Position ist mir aufgefallen, dass gerade der „Neuste“ der 3 alten Sats als erster umgestellt und von der Position abgezogen wurde. Die älteren verrichten ja weiter munter ihren Dienst und das auch ne ganze Ecke über ihre geplante Lebensdauer hinaus. Auf der Astra 1 Position ist ja der 1kr auch schon über seinem „Verfallsdatum“.
Ich stelle mir gerade die Frage welcher Faktor der eigentlich limitierende ist’, hydrazinvorrat oder die solarpanele… oder hab ich was anderes nicht auf dem Schirm, wie die tubes für die Transponder… ich meine mich zu erinnern dass der OTS 2 auch mal für ne Übertragung zum Jubiläum reaktiviert wurde. Und das auch viele Jahre später, daher würde ich tippen die solarpanele sind es eher nicht.
Ich stelle mir gerade die Frage welcher Faktor der eigentlich limitierende ist’, hydrazinvorrat oder die solarpanele… oder hab ich was anderes nicht auf dem Schirm, wie die tubes für die Transponder… ich meine mich zu erinnern dass der OTS 2 auch mal für ne Übertragung zum Jubiläum reaktiviert wurde. Und das auch viele Jahre später, daher würde ich tippen die solarpanele sind es eher nicht.
Treibstoff den man für die Justage braucht, der ist sicherlich auch irgendwann aufgebraucht.
Es gab mal eine Firma, die davon berichtet hat, das sie einen Satelliten ins All bringen will, der andere Satelliten auftanken soll. Quasi eine Autonome Tankstelle.
Soweit ich weiß, ist das Ding aber noch nicht oben. Dann gibt es auch noch die Kleinen Trümmer, von Asteroiden, die kleinere Schäden, sogenannte Durchschüsse verursachen. Sicherlich hauptsächlich an den Solar Modulen.
Irgendwann ist aber ein Limit erreicht, dann verlieren die Betreiber meist die Kontrolle, und das Ding treibt ab, und verglüht.
In der Regel werden geostationäre Satelliten am Lebensende in den Friedhofsorbit befördert, mit dem eigenen Antrieb. Da verglüht nichts.
ja, wenn man noch die Kontrolle hat, aber es gab doch schon fälle, wo das nicht mehr der Fall war.
War das nicht so ein Amos letztes Jahr ?
oder ich hab was verwechselt
Abtreiben und Verglühen sind zwei verschiedene Sachen. Ein Satellit, der es in eine stabile geostationäre Umlaufbahn geschafft hat und dann außer Kontrolle gerät, verglüht nicht. Um den wieder runterzuholen, brauchste jede Menge Energie, die Erdanziehungskraft allein reicht da oben nicht. Also die kinetische Energie, die in der Umlaufgeschwindigkeit von ca. 3 km/s nebst Satellitenmasse steckt, muss abgebaut werden. Das bisschen Restatmosphären-Reibung langt nicht für einen Absturz.
Wenn man sich auf den Track-Listen mal anschaut, welche Satelliten im geostationären Orbit noch so rumfliegen, kann man nur staunen.
Da ist beispielsweise ein Astra 1F, gestartet im April 1996, also vor 27 Jahren, der sich nach wie vor auf 1,47°E rumtreibt, oder auch der noch ältere Astra 1D, der auf 56,04°E "steht".
Es müssen also nach wie vor noch Treibstoffreste vorhanden sein. Finde ich schon erstaunlich.
Ich dachte früher immer, die Lebensdauer eines geostationären Satelliten ist in erster Linie von der Treibstoffmenge abhängig, weniger von dem Zustand der Solarmodule.
Wenn ich mir aber inzwischen diese sehr alten Orbiter, die immer noch nicht in den sogenannten Friedhofsorbit "angehoben" wurden, anschaue, glaube ich nicht mehr, dass der Treibstoff der limitierende Faktor ist.
Track-Liste
Astra 1F
Astra 1D
Die Lebensdauer eines Satelliten kann wie folgt verlängert werden:
https://de.wikipedia.org/wiki/Intelsat_901
Okay ist also anscheinend doch in erster Linie der Treibstoff der entscheidende Faktor. Danke für die zahlreichen Antworten
die Solarpanele versorgen den Satelliten mit Strom, aber ich denke nicht, das die Elektro Motoren, oder einen Ionenantrieb haben. Für die Bewegung braucht es Treibstoff

Wo wir schon mal beim Strom sind, der Strom von den Solar Modulen funktioniert ja nicht nachts, hab ich selbst festgestellt, bei meinem
Also müssen die Teile doch einen Akku haben oder ? Denn nachts wenn es dunkel ist, senden die ja auch.
Die neuen Hotbirds haben ausschließlich elektrische Triebwerke.
Nachts sind alle Solarmodule grau? Denkste. Die Erdachse ist gegen die Ekliptik geneigt, sonst gäbe es keine wechselnden Jahreszeiten. Die geostationäre Umlaufbahn ist den größten Teil des Jahres außerhalb des Erdschattens!!!

Bei wikipedia soll's ja auch einen Artikel über geostationäre Satelliten geben...
wie muss man sich elektrische Antriebe im Weltraum vorstellen ?
Ein Rad das sich bewegt klappt ja nicht, ist ja nix da, wo es wegen der Reibung vorwärts kommt.
Google mal nach Ionenantrieb.
den kenne ich aus Scifi Spielen wie OGame

wusste nicht, das der schon Real existiert, wieder was gelernt







