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ARD und ZDF arbeiten an der Umschaltung von Broadcast zu IP

dieser Beitrag wurde am 31.05.2025 von Transponder gestartet
Transponder
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  vom Sa. den 31.05.2025 um 09:07
Nicht nur in England, sollen 2034 die Broadcastsignale von BBC und Co. abgeschaltet und diese linearen Programme nur noch via IP empfangbar sein.

Auch ARD und Co. wollen ihre Broadcastsignale abschalten und nur noch per Streaming über das Internet empfangbar sein.

Zitat:
Die ARD arbeitet gemeinsam mit ZDF, ProSiebenSat.1, RTL und weiteren Partnern daran, die linearen Programme auch dann in gewohnter Weise auf TV-Geräte zu bringen, wenn diese nur mit dem Internet verbunden sind und keinen Kabel-, Satellit- oder Terrestrikanschluss haben. Das hat die ARD-Sprecherin Insa Moog Golem.de auf Anfrage gesagt. Gemeinsam mit Verbänden und Organisationen arbeite man "derzeit an Rahmenbedingungen für eine Markteinführung von DVB-I".


Zitat:
Wir befinden uns auch in Deutschland in der Transformation von Broadcast zu Streaming. Noch werden unsere linearen TV- und Radioangebote stark über die Verbreitungswege Kabel, Satellit und Terrestrik genutzt", erklärte die Sprecherin.

Dennoch sehe auch die ARD die Zukunft klar in der Verbreitung über IP, also Internet. Wichtig sei, dass auf digitalen Plattformen die linearen TV- und Radiosender gut auffindbar blieben. "Wir entwickeln Konzepte, wie das auch auf den Benutzeroberflächen globaler Plattformen und Smart-TVs sichergestellt werden kann", sagte Moog.


Logische Konsequenz: Wer dann in Zukunft über keinen Internetzugang verfügt, kann ARD und ZDF technisch nicht mehr empfangen. Fällt dann die Beitragspflicht?

Von Broadcast zu IP
Admin
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  vom Sa. den 31.05.2025 um 12:01
# 1

ja war irgendwie klar, das das Ende des Satellitenempfangs eingeleitet wird.
Da wird sich auch Astra Umorientieren müssen.
bastel1990
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  vom Sa. den 31.05.2025 um 13:10
# 2

Aktuell kocht da jeder seine eigene Suppe und als Zuschauer brauchst du zig Apps.

Über DVB-I wird dann eine allgemeine Senderliste heruntergeladen wo man alle teilnehmenden Sender empfangen kann, interessant wäre es auf jeden Fall wenn man halt darüber auch Pay-TV Sender empfangen könnte.

Dem gegenüber steht ja auch noch 5G Broadcast, da bin ich auch mal gespannt was daraus wird.
Admin
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  vom Sa. den 31.05.2025 um 13:17
# 3

ja ein einheitliches Format, wo es dann eine Senderliste mit allen möglichen empfangbaren Sender gibt, wäre wünschenswert

Es muss einfach zu bedienen sein, damit es sich durchsetzt.
Aber nicht, indem du zig Apps oder diverse Geräte nutzen musst.
bastel1990
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  vom Sa. den 31.05.2025 um 13:27
# 4

Trotzdem bräuchten wir ne geeignete Backup Lösung wenn das Internet mal ausfällt. Wenn sich die Sender via Kabel, Satellit & DVB-T2 zurück ziehen was gibt es dann geeignetes?

Eine Möglichkeit wäre vielleicht 5G Broadcast wenn die Sender den Verbreitungsweg nutzen.
Admin
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  vom Sa. den 31.05.2025 um 14:29
# 5

dann ließt man ein Buch, oder macht (tagsüber) Gartenarbeit oder saugt
Anonym
[Gast]
  vom Mo. den 02.06.2025 um 08:27
# 6

Die Abschaltung von Broadcast ist eigentlich nicht Ziel von DVB-I.

Man könnte den Standard auch als Playlist auf Steroiden bezeichnen, denn das ist eigentlich auch schon alles was dieser macht. Er bündelt für alle Programme alle (regionalen) Verbreitungswege (Internet, DVB-S, DVB-C, DVB-T2, etc.).
Auf dem Fernseher soll man dann nur noch das Programm auswählen und dieser ermittelt automatisch von allen verfügbaren, den mit dem besten Signal.
rfk
[Gast]
  vom So. den 08.06.2025 um 02:22
# 7

Na wunderbar. Die BBC – einst stolze Bastion öffentlicher Grundversorgung – plant also tatsächlich, sich 2034 von DVB-T2 und DVB-S2 zu verabschieden. Fernsehen per Satellit oder Antenne? Pff, wie gestrig. Zukünftig also IPTV per Stick – weil wir ja alle wissen, dass Streaming in jeder ländlichen Region absolut stabil läuft, oder?

Anstatt ein sicheres, anonyme Signal für alle aufrechtzuerhalten, entscheidet man sich für datenhungrige, proprietäre Lösungen mit fragwürdiger Langzeitverfügbarkeit. Bravo. Öffentlich-rechtlich nur noch für die mit Kreditkarte, Kundenkonto und Cookie-Zustimmung.

Und währenddessen wird DAB+ in Deutschland mit Millionen gefördert und wie das nächste große Ding gefeiert. Aber wehe, jemand wagt, das Fernsehen ähnlich zu denken. DVB ist angeblich „veraltet“, aber DAB+ ist natürlich „die Zukunft“. Wer braucht schon Konsistenz in der Argumentation?

Wenn man DVB schon absägen will – was technikgeschichtlich einem Hochverrat gleichkommt – dann bitte konsequent. Macht gleich auch das lineare Radio platt, schmeißt alles ins Netz, und schaut dabei zu, wie aus „Public Service“ endgültig ein weiteres Abo-Modell wird. Dann aber bitte auch mit Lag, Geo-Blocking und Login-Zwang – für die vollständige User Experience.
Anonym
[Gast]
  vom So. den 08.06.2025 um 18:57
# 8